Bestehende Erasmus-Verträge
Zur Zeit sind mit den folgenden Institutionen Erasmus-Verträge in
Geltung:
Evangelisch-theologische Fakultät Tübingen (bis 2010)
Theologische Fakultät Jena (bis 2010)
Theologische Fakultät Leipzig (bis 2013)
Theologische Fakultät Göttingen (bis 2010)
Evangelisch-theologische Fakultät München (bis 2010)
Fakultät für Christkatholische und Evangelische Theologie Bern
(bis 2010)
Evangelische Fachhochschule Darmstadt (bis 2009)
Evangelische Fachhochschule Berlin (bis 2010)
Fachhochschule Regensburg (bis 2013)
Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (bis 2013)
Universität Koblenz-Landau, Institut für Evang. Theologie (bis
2013)
Einige Verträge, die nur bis 2010 laufen, werden in Kürze erneuert.
Diese Liste ist nicht abschliessend! Gerne
und unbürokratisch können weitere Verträge abgeschlossen
werden, wenn von Seiten Studierender ein Interesse besteht. Bitte melden
Sie sich unter info@ev-theol.ro.
Terminprobleme für Erasmus-Austausch ergeben sich kaum auf unserer
Seite (d.h. der empfangenden Universität), sondern nur für die
Einschreibung in das Erasmus-Programm bei der entsendenden Universität.
Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer eigenen Universität diesbezüglich.
Allerdings ist es ratsam, sich rechtzeitig an unserem Departement zu
melden (info@ev-theol.ro), damit Fragen bezüglich Wohnraum geklärt
werden können.
|
Klein aber fein!
[Text verfasst von einer Gaststudentin im Wintersemester 2006/07]
Eine evangelische Fakultät mit nur etwa 20 Studenten? Lehrveranstaltungen
auf Deutsch, mitten in Rumänien?
Viele erstaunte Blicke habe ich geerntet, wenn ich in den letzten Monaten
vor meiner Abreise nach Hermannstadt erzählte, was mich meines Wissens
nach im kommenden Semester erwartete. Wegen der Eingliederung der Fakultät
in die Universität und den damit verbundenen Veränderungen,
waren aber auch für mich noch eine Menge Dinge weiterhin offen und
bis zu meiner Ankunft in Hermannstadt unklar: Wann beginnt das Semester?
Wann endet es? Welche Vorlesungen werden angeboten? Wie sieht mein Stundenplan
aus? Wie ist die neue Adresse der Fakultät? Ist sie schon umgezogen?
Letztere Frage beantwortete sich rasch: schon zwei Tage nach meiner Ankunft
fand ich mich Bücher einsortierend in der Bibliothek im neuen Fakultätsgebäude
wieder. Ich war während der „heißen Phase“ des
Umzugs angekommen. Durch das gemeinsame Räumen knüpfte ich schnell
die ersten Kontakte zu Studienkollegen, wir gingen zusammen in der Kantine
Mittag essen und schon bald auch abends Biertrinken in der Heltauer Gasse,
der Hermannstädter „Kneipenmeile“ im Stadtzentrum.
Mit einer Woche Verspätung (einem gemeinsamen Blockseminar in Neppendorf
mit Münchner Studenten um Herrn Professor Wenz geschuldet) begannen
dann die Vorlesungen. Schnell gewöhnte ich mich an meinen neuen Alltag:
morgens um acht Andacht, gehalten von einem der Studenten oder Professoren.
Danach Vorlesungen, meist bis zwölf Uhr. Dann Mittag essen in der
Kantine, nachmittags hatte ich frei. Was im ersten Moment nach unendlich
viel freier Zeit klingt, war schnell gefüllt: einmal pro Woche besuchte
ich ein Seminar im ökumenischen Institut über orthodoxe Spiritualität,
traf mich viel mit Freunden. Auch das Erfüllen der in den Vorlesungen
gestellten Hausaufgaben nahm seine Zeit in Anspruch, ebenso der zweimal
wöchentlich stattfindende Rumänischsprachkurs und die Vorbereitung
der Andachten und Studentengottesdienste.
Es gibt in Hermannstadt außerdem zahlreiche Möglichkeiten,
sich selbst ein wenig auszuprobieren und neue oder auch alte Pfade zu
betreten. Sei es beim Singen im Bachchor, als Teilnehmer bei den studentischen
ERASMUS-Sitzungen, als Mitarbeiter im Kindergottesdienst, als Prediger
im sonntäglichen Gottesdienst oder als Hospitant im Konfirmandenunterricht:
man ist gern gesehen und als „Neuer“ herzlich willkommen.
Lang wurde mir die Zeit daher nicht.
Auch meine Wochenenden waren ausgefüllt mit Ausflügen in die
nähere und weitere Umgebung Hermannstadts, wir erkundeten Land und
Leute, teils mit dem Auto, teils mit Bussen oder Zügen.
Schnell verging die Zeit und viel zu schnell kam dann der Abschied. Es
war ein gutes Semester, voll von neuen Erfahrungen und Eindrücken.
Und jedem, der mich fragt, kann ich nur sagen: Geh hin! Es lohnt sich.
Kleine Tipps:
- Wegen des Kulturstadtjahres herrscht momentan Zimmermangel in Hermannstadt.
Also: rechtzeitiges Kümmern sichert ein Dach über dem Kopf.
Ihr schickt eine mail an info@ev-theol.ro. Zusätzliche Infos kriegt
ihr auch im Stadtpfarramt unter www.evang.ro/hermannstadt - Gästezimmer.
- Man kann Bargeld (Euro) mitnehmen und je nach Bedarf wechseln. Oder
mit den in Deutschland üblichen Geldkarten am Automaten abheben.
Dies kostet je nach Bank zwischen drei und fünf Euro.
- Kosmetikartikel, Schokolade, Kaffee sind im Verhältnis günstiger,
wenn man sie aus Deutschland mitnimmt.
- Auf Hermannstadts Straßen ist man auch nachts sicher. Das Nachtleben
ist deshalb gefahrlos zu genießen.
- Lehrbücher und Computer gibt es in der hauseigenen Bibliothek (aber
ein Laptop kann nicht schaden)
- Mails können in der Bibliothek geschrieben werden. Es gibt aber
auch äußerst günstige Internetcafés und Internetanschlüsse
in den Wohnheimzimmern.
- Freizeitmöglichkeiten: Wandern, Ausflüge zu Kirchenburgen,
Fußball mit den Studienkollegen; Fitnessstudios sind viel billiger
als in Deutschland; Skifahren (30 Kilometer von Hermannstadt), Reitschule,
Dorfmuseum, Verbindungen (durch Busunternehmen) in alle größeren
Städte der Umgebung (es gibt überall gute Gästehäuser!);
Kinos, Bars und Clubs in Hermannstadt, im Sommer: Freibäder und Seen.
- Fahrrad kann vorm Institut abgestellt werden. Es lohnt sich evtl. vor
Ort ein Rad (ab 50 Euro) anzuschaffen.
- Für das Handy lohnt es sich, vor Ort eine Prepaid-Karte zu kaufen.
Das Telefonieren ist etwas günstiger als in Deutschland, aber auch
nicht spottbillig.
Gaststudium - alles unter einem Dach!
[Text verfasst von zwei Gaststudentinnen 2003/2004]
...aus welchen Gründen auch immer Ihr Euch überlegt, hier ein
Jahr zu verbringen – wir können Euch sagen: Es wird sich lohnen!
Das Studium in diesem Institut unterscheidet sich sehr vom Studium an
anderen Universitäten: sehr wenige Studenten leben und lernen hier
auf engem Raum zusammen – beinahe auf einer Art Insel inmitten einer
religiös und ethnisch vielfältigen Welt. Wenn Gaststudenten
sich auf dieses Leben und dieses besondere Situation einlassen, kann es
für sie ein großer Gewinn sein.
Dazu gehört unter anderem:
- die Bereitschaft, am gemeinschaftlichen Leben teilzunehmen
- mit den anderen Studenten im Wohnheim zu wohnen
- sich mit einem Kollegen ein Zimmer zu teilen
- sich auf begrenzte Veranstaltungsauswahl, ein straff organisiertes
Lernsystem – aber auch auf kleine Kurse mit intensiver Betreuung
- einzustellen
- gemeinsame Mahlzeiten in der Kantine einzunehmen und an Andachten,
Festen und Gottesdiensten teilzunehmen.
Dazu kommt auch die Möglichkeit, gerade wenn man Theologie studiert,
viele praktische Erfahrungen mit Andachten, Gottesdiensten und auch Seelsorge
zu machen. Es gibt viele Möglichkeiten, auch selbst Gottesdienste
zu halten. Darüber hinaus kann es eine zwischenmenschliche Herausforderung
sein, mit den Kommilitonen den Alltag zu teilen – seine angenehmen
Seiten, aber auch seine Schwierigkeiten...
|