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Geschichte der Fakultät bzw. des Departements

in Stichworten

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Ausbildungsstätte für Pfarrer der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien, der Kirche der Siebenbürger Sachsen, die sich im 12. Jahrhundert hier ansiedelten und im 16. Jahrhundert der lutherischen Reformation anschlossen.

Gegründet 1949, nachdem die Pfarrer nicht mehr (wie bisher jahrhundertelang) im Ausland studieren konnten, und zwar unter einem gemeinsamen Dach zusammen mit drei ungarischsprachigen historischen protestantischen Kirchen: Reformierte, Lutheraner und Unitarier. Dieses ‚Vereinigte Theologische Institut mit Universitätsrang der protestantischen Kirchen in Rumänien’ umfasste also vier Abteilungen.

1949 – 1955 war die deutschsprachige Fakultät zusammen mit den anderen in Klausenburg, seit 1955 aber in Hermannstadt, nachdem das enteignete Bischofshaus der Kirche wieder zurückgegeben worden war.

Beginn mit 10 Studenten, Höhepunkt 1956/57 mit 71 Studenten, danach Drosselung der Studentenzahl wegen eines staatlich verordneten numerus clausus. Seit dem Anfang haben 370 Studenten die Lizentiatenprüfung abgeschlossen.

Neben den Lehrstuhlinhabern der klassischen fünf Fächer wirkten noch zahlreiche andere Lehrkräfte. Seit der Gründung haben 74 verschiedene Dozenten den Betrieb mit gestaltet; dazu kommen mindestens 20 Gastprofessoren.

Nach der Wende 1989 und der massiven Reduktion der Kirchenmitglieder wurde beschlossen, die Fakultät aufrecht zu erhalten. Die Ausbildung der Pfarrer im Ausland wäre teurer, und die Existenz einer deutschsprachigen lutherischen Fakultät in einem mehrheitlich orthodoxen Umfeld ist einzigartig. Ein Freundeskreis half und hilft über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hinweg, bis die Fakultät eine stabile Finanzierung gefunden hat.

März 2006: Nach längeren Verhandlungen gelingt die Integration in die staatliche Universität Lucian Blaga unter dem Namen "Departamentul de Teologie Protestantã".